Ziele und Geschichte

Anlässlich des Todes von Hilde Steppe im Jahr 1999 ist der Verein zur Förderung der historischen Pflegeforschung e. V. gegründet worden. Er ist als gemeinnützig anerkannt.

Die Ziele des Vereins sind unter anderem: Unterstützung von Projekten im Bereich der historischen Pflegeforschung und Lehre, Aufarbeiten von Hilde Steppes Nachlass, Erhaltung ihrer Fachbibliothek und Weiterarbeit an den historischen Themen, sowie das Sammeln und Aufrechterhalten anderer Nachlässe aus diesem Bereich.

 

Ein Schwerpunkt der Förderung liegt seit 2006, aufbauend auf der Dissertation von Hilde Steppe auf der Erforschung der Jüdischen Pflegegeschichte in Frankfurt am Main. Das Forschungsprojekt www.juedische-pflegegeschichte.de bietet Informationen zu Personen, Orten, Gebäuden, Institutionen und Quellen jüdischer Pflegegeschichte in Frankfurt am Main aus der Zeit zwischen 1870/71 und 1945. Das Forschungs- und Publikationsprojekt wird von Vertreterinnen und Vertretern Frankfurter Institutionen wie dem Institut für Stadtgeschichte, dem Jüdischen Museum, dem Fritz-Bauer-Institut begleitet.

Die historische Bibliothek von Hilde Steppe ist als Präsenzbibliothek in der Historischen Sondersammlung Soziale Arbeit und Pflege an der Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS) zu finden. Die Sondersammlung beinhaltet die Bestände der ehemaligen Dokumentationsstelle / Hilde-Steppe-Archiv aber auch die historische Sammlung des deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge.

Die historische Bibliothek des ehemaligen Seminars für Fürsorgewesen der Universität Frankfurt am Main und historische Bücher und Zeitschriften beider Fachrichtungen sind ebenfalls in die Sammlung eingegangen.

Die Professionalisierung und Akademisierung der Pflegeberufe hängt auch davon ab, inwieweit die Pflege ihre eigenen Forschungen betreibt und damit Theorien für ihr Handeln schafft. Dazu ist es unter anderem notwendig, sich mit den historischen Gegebenheiten des Berufes zu befassen und vor allem auch das dunkle Kapitel des Nationalsozialismus nicht auszusparen.

Der Verein zur historischen Pflegeforschung e. V. möchte das Geschichtsbewusstsein in der Pflege mit seinen Möglichkeiten tatkräftig unterstützen.

Finanziell werden die Aufgaben des Vereins durch eine Mitgliedschaft oder durch Spenden getragen und weitere Vorhaben ggf. durch Drittmittel gesichert.

Deshalb ist der Verein auf Mitglieder angewiesen. Mitglieder können zudem die Arbeit dadurch unterstützen, dass sie beispielsweise Hinweise auf historisch interessante Materialien rund um die deutsche und jüdische Pflegegeschichte geben, Kontakte zu pflegerischen Mitarbeitern und Institutionen bzgl. geschichtlichen Themen vermitteln oder auch zu anderen Personen, die weitere Aspekte der Pflegehistorie im Blick haben oder eigene Materialien beisteuern wollen.